September 28, 2012

I love apples




Jedes Jahr genieße ich wieder diese Zeit, wenn der Sommer ausklingt und der Herbst sich von seiner bunten und goldenen Seite zeigt. Der Altweibersommer. Wunderbar. Liebe süße Omis sollen damit übrigens nicht geärgert werden! "Weiben" bedeutete im Althochdeutschen einfach "weben", also das Weben von Spinnweben, die man zu dieser Zeit ja überall so schön sehen kann.




Im September fängt bei uns immer die goldene Apfelzeit an. Zum Geburtstag meiner ältesten Tochter gibt es immer einen schönen klassischen Apfelkuchen und dann geht das immer so weiter.

Apfelmus, Apfelkompott - das hat zwar ganzjährig Hochkonjunktur, schmeckt aber jetzt am Besten, vor allem wenn es selbstgekocht wurde.




Apple Pie, Apfeltarte, Apfeltaschen, die Liste der Lieblingsleckereien mit Äpfeln ist sehr lang.

Am Mittwoch haben wir vom Wochenmarkt eine riesige Kiste mit Äpfeln frisch vom Obsthof mitgebracht. Mal schauen, was wir am Wochenende Schönes damit anstellen werden!




Auf jeden Fall wird es am Samstagabend für unsere lieben Freunde, die uns besuchen kommen, einen Nachtisch mit Äpfeln geben. Und für Sonntag probieren wir mal ein ganz anderes Apfelkuchenrezept aus. Bei Apfelkuchen bin ich ja eigentlich sehr konservativ. Seit wir uns im Studium mit ein paar Kommilitoninen beim Lernen für Prüfungen nebenbei durch das komplette Dr. Oetker Backbuch durchgebacken haben, gibt es immer nur den "Apfelkuchen sehr fein". 




Oft machen wir auch ganz ratzifatzi einen köstlichen Apple Crumble. Dazu einfach ein paar Äpfel schälen, entkernen, kleinschneiden und in eine Pie-Form geben. Aus Mehl, Zucker, Vanille-Zucker und kalter (!) Butter Streusel kneten und über den Äpfeln verteilen. Für eine halbe Stunde ab in den Ofen und dann unbedingt noch heiß mit leicht geschlagener Sahne genießen.







Ich wünsche euch ein wunderschönes Wochenende voll von schönen Momenten, gutem Essen, lieben Menschen und allerbester Laune!


Liebe Grüße,

Isabelle


September 22, 2012

Welcome Fall, nice to have you around!



Trari,trara, der Herbst ist da! Und es verspricht, ein besonders sonniger, goldener und gutgelaunter Herbst zu werden!


Bevor es hier demnächst schön herbstlich, gemütlich und lecker weitergeht steht heute abend das Konzertereignis des Jahres an: Coldplay. Open-air. Ich werde dann mal meine Stiefel heraussuchen ...


Ich wünsche euch allen ein wunderschönes Wochenende!





Liebe Grüße,

Isabelle

September 15, 2012

Pumpkin love






Es ist ja wirklich kaum zu glauben. Da haben wir am letzten Sonntag den ganzen Tag lang eine richtige sommerliche Gartenparty feiern können, mit Grillen, vielen eiskalten Getränken und Wasserbomben, und dann dies! Trari, trara, der Herbst ist da. So schnell ging das.

Und hatte ich am letzten Samstag die orangene Pracht auf dem Markt noch tunlichst ignoriert (genau wie die Spekulatien und Dominosteine im Supermarkt), jetzt konnte ich es nicht mehr lassen. Ich mußte Kürbisse kaufen.





Auch wenn ich es immer sehr schade finde, wenn der Sommer sich langsam anschickt zu gehen, ich freue mich trotzdem so sehr auf den Herbst! Irgendwie liebe ich alle Jahreszeiten, mit ihren verschiedenen Farben, Festivitäten, Ritualen und vor allem der Abwechslung in der Küche. Es ist wunderbar, in einem Land zu wohnen, in dem sich die Jahreszeiten so deutlich voneinander unterscheiden. Jedenfalls meistens. Und jedes Jahr freue ich mich auf die typischen Genüsse für die verschiedenen Jahreszeiten. Die Spargelzeit, die Grünkohlzeit, die Grillsaison, die Zwetschgenkuchenzeit, die Erdbeerzeit, die Glühweinzeit undundund. Und jetzt die Kürbiszeit mit ihren leuchtenden Farben. Wie passend ist das denn wohl zum goldenen Herbst!





Mein allererster Kürbiskontakt fand vor langer Zeit und auf einem anderen Kontinent statt. Damals hatte der allgemeine Kürbis-Hype Deutschland noch lange nicht erreicht und so war ich entsprechend skeptisch, als ich bei meinem ersten amerikanischen Thanksgiving-Dinner einen Pumpkin Pie vorgesetzt bekam. Aber es war Liebe auf den ersten Biss. Endless love. Und in allen Varianten. Nicht nur als Pie, auch als geschmortes Gemüse, als Püree und als Suppe mag ich den hübschen Kerl und alle seine Brüder.





Nachdem ich jahrelang meine Familie mit einer Kürbissuppenvariante auf Kokosmilchbasis beglückt habe (obwohl, das mit dem Beglücken sehen einige Familienmitglieder anders, vor allem diejenigen, die männlich oder unter 18 sind, also alle außer mir), stieß ich im letzten Jahr passend zur Kürbissaison auf eine neue Variante.

Ich war gleich ganz hin und weg von diesem ultimativen Geschmackserlebnis und mußte diese Suppe gleich auslöffeln. Leider auch wieder alleine. Aber so bleibt wenigstens mehr für mich. Und der Rest kann sich ja auch mal einfach ein Brot schmieren. Verwöhnte Bagage.





Die geheime Zutat, die diese Suppe so besonders macht, ist ein Sternanis. Und Orangensaft. Und Balsamico. Mmmmmh. Und, falls ihr es noch nicht wißt: den Hokkaido muß man wirklich nicht schälen! Von der Schale bleibt beim Kochen nichts über! Schälen ist also pure Zeit- und Nährstoffverschwendung. Ganz bestimmt.





Was kann es besseres geben, als an einem dieser spätsommerlichen, frühherbstlichen Tage eine schöne warme Suppe zu schlürfen? Und dann auch noch eine die dem herbstlichen Kürbisgeschmack mit einem frischen Spritzer Orange einen Hauch von Sommersehnsucht verpasst? 

Für alle, die das auch mal probieren möchten, hier ist es. Das Rezept.





Diese Menge reicht für ungefähr 6 Personen. Glaube ich jedenfalls, aber ich muß sie hier ja immer alleine essen. Die Suppe lässt sich auch sehr gut ein paar Tage aufbewahren und sogar einfrieren. Wichtig ist dann nur, die Petersilie noch nicht dazuzugeben, lieber erst frisch zum Servieren.








Ich wünsche euch allen ein wunderschönes Restwochenende, einen wunderbaren Start in die neue Woche und überhaupt alles Liebe.


Liebe Grüße,

Isabelle

September 07, 2012

Picnic reloaded





Es ist Freitag und die Sonne strahlt so wunderschön vom Himmel herab, als wollte sie es dem heranbrausenden Herbst nochmal so richtig zeigen. Was könnte schöner sein?

Wir hatten eine wunderbare Woche mit einem zwölften Geburtstag (ist es eigentlich erlaubt, daß die Kinder soooo schnell groß werden?), tollem Wetter und vielen süßen Erstklässler-Momenten.

Unsere Kleine hat doch tatsächlich zu unserer großen Verwunderung Erdbeermilch statt Milch oder Kakao bestellt. Und jetzt (oh Wunder!) mag sie die natürlich gar nicht. Wird jetzt wohl ein langer Monat bis zur nächsten Bestellung. Nach mehrmaligem, hartnäckigem Nachfragen von Mama, Papa und den großen Schwestern wurde dann immerhin das Rätsel gelöst, wie sie ausgerechnet auf Erdbeermilch gekommen ist: natürlich weil Lola von Charlie und Lola immer Erdbeermilch trinkt! Wenn das nicht ein ganz ausgezeichneter Grund ist.

Auch die Lieblingsfächer sind schon klar: Kunst und Sport. Und in der Schulbetreuung ist es anscheinend so wunderbar daß man immer mit "Ach menno Mama! Viel zu früh!" empfangen wird. 

Bevor wir jetzt am Wochenende hier die große Geburtstagsparty schmeißen wollte ich euch doch gerade noch schnell die Rezepte von meinem Post aus meiner Küche-Picknickköfferchen zukommen lassen.  

Oben könnt ihr ja das wunderschöne und wunderbar leckere Ciabatta bewundern. Und hier ist das Rezept. Kleiner Tipp: auf einem Pizzastein gebacken zu werden gefällt dem Ciabatta ausgesprochen gut. Italiener unter sich, capiche?!






Für obendrauf auf dem Ciabatta gab es diese hochgradig suchterzeugenden Rosmarin-Ofentomaten. Auch sehr lecker als schnelle Nudelsauce aus dem Vorrat (also wenn man es schon vorher auf Vorrat geschmort und eingeglast hat, ist klar, oder?). Das geht dann ratzifatzi, Schatzi!





Auch sehr nett als Antipasti. Und die Sauce bis auf den letztenTropfen einfach mit einem Itzelchen Ciabatta vom Teller aufsaugen. Sieht doch ein bißchen manierlicher aus als mit der Zunge den Teller abzuschlecken. Auch wenn man sich ganz schön zusammenreissen muß, es nicht zu tun, so verflixt lecker sind diese Tomätchen.

Und hier, tadaaa! The fabulous! The greatest! The one and only recipe!





Jetzt fehlt uns bei unserem Picknick nur noch ein leckeres Getränk. Nachdem wir ja fast alle den ganzen lieben langen Sommer dem Hugo gehuldigt haben, wird es jetzt mal Zeit, unseren Freund Hugo ein bißchen eifersüchtig zu machen. Nur so ein klitzekleines winziges Bißchen. Oder eher Schlückchen. 




Wir köcheln dann mal einfach einen leckeren Sirup zusammen, aus Limetten, Zitronen, Minze (siehste Hugo!) und Ingwer. Geht auch wieder ziemlich zackig und hält sich ausgezeichnet. Wenn man ihn nicht gleich austrinkt. Mit Prosecco und Mineralwasser aufgegossen, kleines Limettenscheibchen, Minzeblättchen und Eiswürfel hineingeworfen sagen wir dann ganz lässig "byebye Hugo - hi Peppermint Paul! Nice to meet you!" Und auch einfach nur mit Mineralwasser oder Gingerale gemixt schmeckt der Sirup wunderbar.




Ich habe übrigens nicht die allergeringste Ahnung, warum dieser Sirup so rötlich aussieht. Wahrscheinlich ein Fall von Chemie im Kochtopf. Oder einfach rot wie die Liebe. Weil man in diesen Drink gleich beim ersten Schlückchen ganz fürchterlich verknallt ist.







Ich wünsche euch einen ganz wunderbaren Start in ein fantastisches Wochenende mit ganz viel Sonne, innen und außen!


Liebe Grüße,

Isabelle


September 02, 2012

Let's go and have a picnic!




Was kann schöner sein als ein spätsommerliches Picknick mit guten Freunden? Na, ganz klar! Ein Picknick, das so liebevoll zubereitet und zusammengestellt wird wie beim Post aus meiner Küche-Picknick!

Seit der Anmeldung zur neuen Runde von Post aus meiner Küche stieg die Spannung unaufhörlich, es wurden Kochbücher und einschlägige Magazine gewälzt, mit Post-Its versehen, es wurden Listen angelegt, ergänzt, durchgestrichen, wieder ergänzt, Ideen verworfen, Ideen verändert, Listen verklüngelt und neu geschrieben.


Bei aller Grübelei, irgendwann stand das Picknick-Menü fest. Und auch, wohin es gehen sollte, nämlich zu Ricarda von einem meiner Lieblingsblogs, 23qmStil, die nebenbei auch eine der Organisatorinnen von Blogst ist.





Ich verschenke ja am liebsten Sachen, die ich auch gerne mag. Sogar am liebsten selbst behalten möchte. Ja, es ist schon vorgekommen, daß ich Geschenke dann nochmal für mich selbst gekauft habe. Oder mir gewünscht habe. Kennt ihr das?

Ich habe also für Ricarda genau das zubereitet und ins Picknickköfferchen gepackt, was ich auch gerne mag. Ofengetrocknete Tomaten mit Rosmarin. Limetten-Minze-Sirup. Ciabatta. Gut verpackt und ab die Post!

Und dann wurde es fast ein bißchen unheimlich. Ricarda und ich müssen wohl bei der Geburt getrennte Zwillinge sein, oder wir waren in einem früheren Leben Geschwister oder so. Auf jeden Fall sind wir Seelenverwandte. Der Inhalt unserer Picknickköfferchen ähnelte sich so sehr! Fast das Gleiche, die gleichen Geschmacksrichtungen und sogar fast identische Fläschchen für den Sirup und die Limonade. Unglaublich!





Auf Instagram und auf Facebook habe ich schonmal ein Bild von Ricardas Köstlichkeiten gepostet, da könnt ihr alles bewundern. Für die Rezepte zu meinen kleinen Picknick-Goodies mache ich noch einen Extra-Post, so please stay tuned!






Ich finde, Post aus meiner Küche ist eine ganz wunderbare Erfindung! Kann es ein schöneres Geschenk geben als liebevoll zubereitete und auch noch so liebevoll verpackte Geschenke aus der eigenen Küche? Und ist es nicht wunderbar, wie aus quasi wildfremden Bloggern (zumindest virtuelle) Freunde werden?

Liebe Jeanny, liebe Clara, liebe Rieke: vielen Dank! Eine tolle Idee und ihr füllt sie mit Leben! Danke für eure viele Arbeit damit, für das Organisieren und das Pinnen und überhaupt. Ich hoffe, und mit diesem Wunsch bin ich bestimmt nicht alleine, daß es noch viele solcher schönen Tauschrunden geben wird.






Ich wünsche euch noch einen wunderbaren Sonntag und einen fantastischen Start in die neue Woche! Und natürlich ganz viel Sonnenschein, innen und außen. Dann klappt's auch mit dem Picknick.


Liebe Grüße,

Isabelle